Gesichter verpixeln oder unkenntlich machen: so geht es richtig – am eigenen PC, ohne Upload (und EXIF-Daten entfernen)
Gesichter verpixeln ist der übliche Weg, ein Gesicht auf einem Foto unkenntlich zu machen – und für alles, was veröffentlicht wird, der falsche. Verpixelung und Unschärfe entfernen das identifizierende Detail nicht, sie verschleiern es; Sicherheitsforschung und Fachpublikationen zeigen, dass sich beides ganz oder teilweise zurückrechnen lässt. Verlässlich ist eine deckende Fläche über dem Gesicht: Die Pixel darunter sind in der Kopie, die Sie weitergeben, weg. Und das ist nur die sichtbare Hälfte. Die GPS- und EXIF-Metadaten in der Datei verraten Ort, Zeit und Kamera; entfernt werden müssen sie in einem eigenen Schritt. Beides geht auf dem eigenen Rechner, ohne das Foto hochzuladen.
Gesichter verpixeln: online, per App oder am PC?
Wer „Gesichter verpixeln“ sucht, landet bei drei Arten von Werkzeugen: Webseiten, die im Browser arbeiten, Apps auf dem Telefon und Programme auf dem eigenen Rechner. Für ein sensibles Foto zählen drei Fragen: Verlässt die Datei das Gerät? Bekommen Sie nur eine umkehrbare Verpixelung oder auch eine deckende Fläche? Und werden die EXIF-Daten entfernt? Die Übersicht gibt wieder, was die Anbieter selbst auf ihren Seiten schreiben (abgerufen am 3. September 2026).
| Werkzeug | Verlässt das Foto das Gerät? | Verpixeln, Unschärfe oder deckende Fläche? | EXIF/GPS entfernt? |
|---|---|---|---|
| picdefacer Online, im Browser | Nein – nach eigenen Angaben laufen Bildverarbeitung und Bildanalyse nur auf der Clientseite. | Verpixeln, Unschärfe oder „Black out“ – eine deckende Fläche. | Ja, nach eigenen Angaben automatisch. |
| imagy Online, im Browser | Nein – laut Anbieter bleibt das Foto per WebAssembly und JavaScript im Browser. | Unschärfe oder Verpixeln; eine deckende Fläche wird nicht angeboten. | Auf der Seite nicht erwähnt. |
| blur-face.com Online, im Browser | Nein, nach eigener Aussage: Die Bearbeitung läuft im Browser („100% on-device“). | Unschärfe, Verpixeln oder eine vollständig deckende Abdeckung. | Laut Anbieter: ja – die Exporte sollen „gängige EXIF-Metadaten der Quelldatei weglassen, darunter viele GPS- und Gerätefelder“ (sinngemäß übersetzt). |
| iLoveIMG Online, mit Upload | Ja – die Datei wird hochgeladen („Laden Sie Ihre Datei hoch“). | Verpixeln, auch mehrerer Gesichter. | Nicht erwähnt. |
| Adobe Express Online, mit Upload | Ja – „lade dein Bild hoch“. | Unschärfe-Effekt; Verpixeln wird nicht genannt. | Nicht erwähnt. |
| „Clean Up“ in der Fotos-App von Apple App auf dem Gerät | Von Apple auf dieser Seite nicht behandelt. | Verpixeln nur als Nebenwirkung: Streichen Sie über ein Gesicht, kann es laut Apple „mit einem Pixel-Effekt“ unscharf werden. Setzt Apple Intelligence voraus. | Nicht behandelt. |
| Google Fotos App auf dem Telefon | Von Google auf dieser Seite nicht behandelt. | In der offiziellen Werkzeugliste des Editors (Markup, Filter, Zuschneiden, Anpassen, Magic Eraser …) fehlt ein Werkzeug für Gesichter. | Nicht behandelt. |
| Fotos-App unter Windows Programm am eigenen PC | Nein, lokales Programm. | Nur „Hintergrund unscharf“ – ein Werkzeug für einzelne Gesichter führt Microsoft nicht auf. | Nicht behandelt. |
| GIMP Programm am eigenen PC, offline | Nein, läuft offline. | Pixelize-Filter (Mosaik); die Dokumentation nennt das Unkenntlichmachen als Anwendungsfall. | Der JPEG-Export-Dialog hat laut Dokumentation ein Kontrollkästchen für die Metadaten; die Dokumentation nennt die Voreinstellung nicht. |
„Nicht erwähnt“ heißt: Auf der verlinkten Anbieterseite steht dazu nichts – es ist keine Aussage darüber, ob das Werkzeug die Metadaten entfernt oder behält.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens behandeln die wenigsten dieser Werkzeuge die Metadaten: picdefacer schreibt, „die Exif-Metadaten des Originalbilds werden immer automatisch entfernt, da sie auch sensible Informationen enthalten können (z. B. GPS-Koordinaten, Aufnahmedatum/-zeit und Kameramodell)“. Auch blur-face.com wirbt damit, EXIF- und GPS-Felder beim Export wegzulassen; bei den übrigen steht dazu nichts. Zweitens bieten die meisten nur Verpixeln und Unschärfe an, keine deckende Fläche. Bemerkenswert offen ist dabei blur-face.com, das selbst festhält, dass kein Unschärfe-Effekt als Datenschutzgarantie behandelt werden sollte. (Quellen: picdefacer; blur-face.com.)
Bei der Angabe „nichts wird hochgeladen“ verlassen Sie sich auf die Aussage des Anbieters; nachprüfen lässt sich das von außen allenfalls grob, etwa über die Netzwerkanalyse des Browsers. Und wo ein Upload verlangt wird – iLoveIMG und Adobe Express bitten ausdrücklich darum –, haben Sie das unbereinigte Original bereits aus der Hand gegeben, bevor die Bearbeitung beginnt. (Quellen: iLoveIMG; Adobe Express.) Apples Werkzeug „Clean Up“ verpixelt Gesichter nur als Nebenwirkung und setzt Apple Intelligence voraus. Dafür nötig sind iPhone 16, iPhone 15 Pro und 15 Pro Max, iPads mit A17 Pro oder M1 aufwärts, Macs ab M1, dazu iOS/iPadOS 18.1 oder macOS Sequoia 15.1, in der EU 18.4 oder neuer. (Quelle: Apple.)
Konkret am Rechner: In GIMP wählen Sie den Bereich aus und rufen im Hauptmenü Filter → Weichzeichnen → Verpixeln auf (englisch „Filters → Blur → Pixelize“); für eine deckende Fläche füllen Sie die Auswahl stattdessen mit Schwarz. (Quelle: GIMP-Dokumentation.) Auf dem Telefon greifen viele zu einer Verpixel-App aus App Store oder Play Store – schnell, aber am Ende steht wieder eine umkehrbare Verpixelung.
Die zwei Risiken in jedem Foto: das sichtbare und das unsichtbare
Ein Foto trägt zwei voneinander unabhängige Probleme, und eines zu lösen hilft dem anderen nicht. Sichtbar sind Gesichter, Nummernschilder, Ausweise, Hausnummern, Bildschirme und Dokumente in der Aufnahme. Unsichtbar sind die Metadaten, die Ihre Kamera in die Datei schreibt: wo und wann das Foto entstand und mit welchem Gerät.
Warum Verpixeln und Unschärfe keine sichere Schwärzung sind
Der Haken: schwache Verschleierung ist umkehrbar. Beide Verfahren lassen das identifizierende Detail in vorhersehbarer, mathematisch wiederherstellbarer Form im Bild zurück. Der Sicherheitsforscher Dan Petro von Bishop Fox hat mit Unredacter ein Werkzeug gebaut, das den ursprünglichen Text aus verpixelten Schwärzungen wiederherstellt, weil der Verpixelung die „Diffusion“ fehlt, die sie unwiederherstellbar machen würde. Seine Regel, sinngemäß übersetzt: „Wenn Sie Text schwärzen wollen, nehmen Sie schwarze Balken, die den ganzen Text abdecken. Niemals etwas anderes. Keine Verpixelung, keine Unschärfe, kein Verwischen, kein Verwirbeln.“ (Quelle: Bishop Fox.)
Der Beleg dafür, dass sich Verpixelung und Unschärfe rückgängig machen lassen
Das ist nicht die Meinung eines einzelnen Forschers, sondern ein gut dokumentiertes Ergebnis – bei Text wie bei Gesichtern:
- Verpixelter Text lässt sich zurücklesen. Depix ist ein öffentlicher Machbarkeitsnachweis für eine Technik, die Klartext aus verpixelten Screenshots zurückgewinnt; das Projekt ist inzwischen zu Codeberg umgezogen. (Quelle: Depix.) Bishop Fox’ öffentliche Unredacter-Challenge wurde 2022 gelöst – allerdings an einer Zeichenkette, die gar nicht verpixelt war. Der Beitrag über den Gewinner hält fest: „the effect applied to the obfuscated text was clearly not pixelation, but a blur“ (sinngemäß: eindeutig keine Verpixelung, sondern eine Unschärfe). Für die Verpixelung stehen also Unredacter und Depix, für die Unschärfe die gelöste Challenge. (Quelle: Bishop Fox.)
- Unscharf gemachte und mit einem Mosaik verpixelte Gesichter lassen sich wiedererkennen. In einer 2016 veröffentlichten Arbeit (arXiv 1609.00408) identifizierte ein neuronales Netz im AT&T-Datensatz der Studie 16×16 mit einem Mosaik verpixelte Gesichter mit 96,25 % Genauigkeit und mit YouTube unscharf gemachte Gesichter mit 57,75 % Genauigkeit. Die Autoren schließen daraus, dass ein Bild, das für Menschen unkenntlich ist, für die Privatsphäre möglicherweise nicht mehr ausreicht. (Quelle: McPherson, Shokri & Shmatikov.)
- Die meisten Anonymisierungsmethoden sind zumindest teilweise umkehrbar. Die „Fantômas“-Studie von 2024 stellte fest, dass sich 11 von 15 getesteten Gesichtsanonymisierungsmethoden – darunter Gauß-Unschärfe und Verpixelung – zumindest teilweise rückgängig machen ließen, weil sie identifizierende Informationen nur verbergen, statt sie zu entfernen. (Quelle: Fantômas, PoPETS 2024.) Eine Methode aus dem Jahr 2025 geht weiter und nutzt ein Diffusionsmodell, um mit Gauß-Unschärfe unkenntlich gemachte Gesichter unter Wahrung der Identität wiederherzustellen. (Quelle: arXiv 2506.12344.)
So machen Sie ein Gesicht dauerhaft unkenntlich: deckende Fläche plus echtes Löschen der Metadaten
Die Lösung folgt aus dem Problem. Für die sichtbare Hälfte überdecken Sie Gesichter und Erkennungsmerkmale so, dass die Pixel darunter in der weitergegebenen Kopie verschwunden sind. Für die unsichtbare Hälfte löschen Sie die Metadaten selbst, statt darauf zu vertrauen, dass eine Plattform es für Sie erledigt – und prüfen dann beides.
Was EXIF-Metadaten tatsächlich preisgeben
Smartphones und Kameras hängen an jedes Bild einen Datenblock namens EXIF an: Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Kamerahersteller, -modell und -einstellungen, den GPS-Standort, sofern die Ortungsdienste aktiv waren, die Ausrichtung, die verwendete Software und mitunter die Seriennummer der Kamera. Proton schreibt in seinem Blog, dass diese „unsichtbaren Metadaten dazu benutzt werden können, Ihren Standort zu verfolgen, Ihren Tagesablauf zu rekonstruieren oder Sie oder Ihre Angehörigen zu doxxen“ (sinngemäß übersetzt). (Quelle: Proton.) Nichts davon erscheint auf dem Bildschirm, und Zuschneiden oder Helligkeitskorrekturen ändern daran nichts – das Entfernen muss ein bewusster Schritt sein.
Reale Fälle, in denen die Metadaten eines Fotos einen Standort verrieten
Ein einziges nicht bereinigtes Foto hat genügt, um Menschen aufzuspüren, die ganz und gar nicht gefunden werden wollten:
| Fall | Was das Foto preisgab |
|---|---|
| John McAfee, Dezember 2012 | Auf der Flucht posierte McAfee für ein Foto, das mit einem iPhone aufgenommen und von einem Magazin veröffentlicht wurde, ohne die Standort-Metadaten zu entfernen. Die eingebetteten GPS-Koordinaten verorteten ihn in Guatemala nahe der Grenze zu Belize; am nächsten Tag gab er seinen Aufenthaltsort selbst zu. (Auch berichtet von PetaPixel.) |
| Die Festnahme von „w0rmer“, 2012 | Ein Hacker stellte ein Foto auf Twitter, dessen GPS-EXIF-Daten das FBI zu einem Haus in Wantirna South, Australien, führten. Zusammen mit weiteren Online-Spuren half das, ihn zu identifizieren und festzunehmen. |
Wie Scientific American zum Fall McAfee formulierte, „schreiben Smartphone-Kameras den Standort, das Datum, die Uhrzeit und die Kameraeinstellungen in die digitale Bilddatei“ (sinngemäß übersetzt) – ein einziges geteiltes Foto kann also einen genauen Standort verraten. (Quelle: Scientific American.)
Gesichter veröffentlichen: was KUG und DSGVO verlangen
Für das Verbreiten und öffentliche Zurschaustellen von Bildnissen gilt in Deutschland weiterhin das Kunsturhebergesetz: „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden“ (§ 22 KUG). § 23 KUG kennt Ausnahmen – etwa Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte, Personen, die nur als Beiwerk neben einer Landschaft erscheinen, oder Versammlungen und Aufzüge –, doch keine greift, wenn dadurch „ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten“ verletzt wird. (Quellen: § 22 KUG; § 23 KUG.) Datenschutzrechtlich kommt Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO hinzu, die Abwägung mit den „berechtigten Interessen“. Die baden-württembergische Aufsichtsbehörde, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, stützt die Veröffentlichung von Fotos durch Vereine genau auf diese Kombination: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO und die Grundsätze des § 23 KUG. (Quelle: LfDI Baden-Württemberg.) In beiden Regelwerken hängt alles an der Erkennbarkeit der abgebildeten Person – deshalb kommt es darauf an, dass das Unkenntlichmachen auch hält. Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.
Ein erkennbares Gesicht ist für sich genommen ein personenbezogenes Datum. Die DSGVO nennt „Gesichtsbilder“ in Art. 4 Nr. 14 ausdrücklich als Beispiel für biometrische Daten, definiert diese aber als „mit speziellen technischen Verfahren gewonnene“ Daten, „die die eindeutige Identifizierung dieser natürlichen Person ermöglichen oder bestätigen“. Erwägungsgrund 51 hält dazu fest, dass Lichtbilder „nur dann von der Definition des Begriffs biometrische Daten erfasst werden, wenn sie mit speziellen technischen Mitteln verarbeitet werden, die die eindeutige Identifizierung oder Authentifizierung einer natürlichen Person ermöglichen“ – also etwa durch eine Gesichtserkennung. Ein gewöhnliches Porträtfoto ist damit personenbezogen, aber nicht automatisch biometrisch. (Quelle: DSGVO, Art. 4 Nr. 14 und Erwägungsgrund 51.)
Eine Aussage einer deutschen Aufsichtsbehörde speziell zur Verpixelung – ob sie als Anonymisierung genügt oder nicht – haben wir am 3. September 2026 nicht gefunden. Geprüft haben wir BfDI, LfDI Baden-Württemberg, LDI NRW und den Sächsischen Datenschutzbeauftragten. Was wir über die Umkehrbarkeit wissen, stammt deshalb aus der Sicherheitsforschung und aus veröffentlichten Studien. Rechtlich hängt am Ende alles an einer Frage: War die abgebildete Person wirklich nicht mehr erkennbar?
Online-Werkzeuge lösen das Problem nicht, das sie lösen sollen
Wer ein sensibles Foto in ein Web-Werkzeug zieht, um es zu schützen, hat es im schlechtesten Fall gerade mit Gesichtern, GPS und allem auf den Server eines anderen geladen. Die Bearbeitung auf dem eigenen Rechner macht die Frage überflüssig: Die Originaldatei bleibt lokal. Was dabei auf Ihrem Gerät bleibt, können Sie auf unserer Seite Daten- & Datenschutzpraktiken (auf Englisch) nachlesen.
Gesichter unkenntlich machen und EXIF-Daten entfernen – Schritt für Schritt
- Gesichter auf dem eigenen Computer erkennen. Öffnen Sie das Foto in einem Werkzeug, das die Gesichtserkennung lokal ausführt – dann verlässt das sensible Bild den Rechner nicht. Lassen Sie in einem ersten Durchgang jedes Gesicht automatisch markieren.
- Jedes Gesicht und jedes Erkennungsmerkmal mit einer deckenden Fläche überdecken. Keine Unschärfe und kein Mosaik, sondern ein schwarzer Balken oder Kasten – auch über dem Unauffälligen, das kein Detektor findet: Nummernschilder, Dienstausweise, Hausnummern, Bildschirme, Dokumente auf dem Schreibtisch, Spiegelungen in Fenstern und Brillen.
- Sicherstellen, dass die Schwärzung unumkehrbar ist. Die Pixel unter der Maske müssen in der weitergegebenen Kopie verschwunden sein, nicht nur gefiltert. Wendet Ihr Werkzeug eine umkehrbare Unschärfe oder Verpixelung an, stellen Sie es für Veröffentlichungen auf eine deckende Maske um.
- Standort- und EXIF-Metadaten entfernen. Das Überdecken der Gesichter ändert nichts an den unsichtbaren Metadaten. Löschen Sie in einem eigenen Schritt GPS-Koordinaten, Kamerahersteller, -modell und -seriennummer sowie Zeitstempel.
- Die exportierte Kopie überprüfen. Öffnen Sie die bereinigte Datei erneut: Kein Gesicht darf wiederherstellbar sein, und die Metadaten müssen leer sein – unter Windows über Rechtsklick → Eigenschaften → Details, gründlicher in einem EXIF-Betrachter.
- Das Original privat halten. Geben Sie nur die exportierte Kopie weiter; das unangetastete Original bleibt auf Ihrem eigenen Rechner.
Prüfliste vor dem Teilen
- Jedes Gesicht mit einer deckenden Fläche überdeckt – keine umkehrbare Unschärfe und kein Mosaik.
- Nummernschilder, Ausweise, Bildschirme, Dokumente und Spiegelungen ebenfalls abgedeckt.
- GPS-/Standortdaten entfernt.
- Kamerahersteller, -modell, -seriennummer und Zeitstempel entfernt.
- Die exportierte Datei in einem EXIF-Betrachter erneut geprüft – die Metadaten sind leer.
- Original privat gehalten; weitergegeben wird nur die bereinigte Kopie.
Am eigenen PC, ohne Upload
Occlira behebt beide Hälften des Fotorisikos in einem Durchgang auf dem Gerät. Die Gesichtserkennung läuft lokal. Sie wählen unter drei Maskierungsstilen – Unschärfe, Mosaik oder eine deckende Fläche – und ziehen selbst einen Kasten über alles, was der Detektor übersehen hat: Nummernschilder, Ausweise, Bildschirme, Dokumente im Hintergrund. Weil Unschärfe und Mosaik umkehrbar sind, nehmen Sie für alles, was Sie veröffentlichen, die deckende Fläche. Das Häkchen „Metadaten entfernen (EXIF/GPS)“ ist standardmäßig gesetzt: Beim Export fallen Standort, Kamerahersteller, -modell und -seriennummer sowie Zeitstempel weg. Ihre Originaldatei bleibt unangetastet – exportiert wird eine bereinigte Kopie. Unterstützt werden JPG, PNG, WEBP, TIFF und BMP, ein Foto nach dem anderen. Hochgeladen wird nichts.
Das Fotowerkzeug ist Teil eines größeren Werkzeugkastens, dessen Erkennung und Bildverarbeitung auf Ihrem Rechner laufen; er deckt auch Word-, PDF- und Excel-Dateien ab und ersetzt Namen in Audio durch einen Ton oder Stille. Ein ehrlicher Hinweis: Der umkehrbare Anonymisierungsmodus von Occlira für Text ist eine Pseudonymisierung – das Ergebnis bleibt ein personenbezogenes Datum. Eine deckende Fläche auf einem Foto und ein entfernter EXIF-Block sind dagegen unumkehrbar. Occlira hilft Ihnen dabei, es richtig zu machen; eine Garantie ist es nicht, und Sie prüfen jedes Ergebnis.
Häufig gestellte Fragen
Gesichter verpixeln können Sie in fast jedem Bildwerkzeug: Gesicht markieren, Mosaik- oder Unschärfefilter anwenden, Kopie exportieren. Ausreichend ist das nur, solange niemand ernsthaft versucht, das Bild zurückzurechnen – Verpixelung und Unschärfe entfernen das identifizierende Detail nicht, sie verschleiern es. Depix und Unredacter lesen verpixelten Text zurück, und ein neuronales Netz erkannte 16×16 mit einem Mosaik verpixelte Gesichter im Testdatensatz einer Studie von 2016 mit 96,25 % Genauigkeit wieder. Für Veröffentlichungen nehmen Sie deshalb eine deckende Fläche – und entfernen zusätzlich die EXIF-Daten.
Mehrere Browser-Werkzeuge sind kostenlos, unterscheiden sich aber im entscheidenden Punkt. picdefacer, imagy und blur-face.com geben an, das Bild nur im Browser zu verarbeiten; picdefacer entfernt die EXIF-Metadaten nach eigenen Angaben automatisch und bietet neben dem Verpixeln auch eine deckende Fläche. iLoveIMG und Adobe Express verlangen dagegen einen Upload – bei einem sensiblen Foto genau der Schritt, den Sie vermeiden wollten. Offline und kostenlos geht es mit GIMP.
Auf Apple-Geräten zum Teil: Beim Werkzeug „Clean Up“ in der Fotos-App kann ein Gesicht, über das Sie streichen, laut Apple mit einem Pixel-Effekt unscharf werden – die Nebenwirkung eines Retuschierwerkzeugs, keine Schwärzung; sie setzt Apple Intelligence und passende Hardware voraus (Liste oben im Vergleich). Unter Android hilft Google Fotos nicht weiter: In der offiziellen Werkzeugliste des Editors fehlt ein Werkzeug für Gesichter. In beiden Fällen bliebe es ohnehin bei einer umkehrbaren Verpixelung.
Die deckende Fläche. Der Sicherheitsforscher Dan Petro, der ein Werkzeug zum Rückgängigmachen von Verpixelungen entwickelt hat, formuliert es sinngemäß so: schwarze Balken, die den ganzen Text abdecken, und „keine Verpixelung, keine Unschärfe, kein Verwischen, kein Verwirbeln“. Unschärfe und Mosaik wirken auf einen Menschen anonymisiert, lassen sich aber per Software zurückrechnen.
Das ist eine Risikoabwägung, keine Schutzmaßnahme: Über eine Datei verlieren Sie die Kontrolle, sobald Sie sie weitergeben – aus dem internen Anhang wird schnell eine weitergeleitete Mail. Wenn das Gesicht niemanden etwas angeht, überdecken Sie es gleich vollständig; der Aufwand ist derselbe.
Ein erkennbares Gesicht ist immer ein personenbezogenes Datum. Ein biometrisches Datum wird daraus erst, wenn das Bild mit speziellen technischen Mitteln verarbeitet wird, die eine Person eindeutig identifizieren oder authentifizieren – etwa durch eine Gesichtserkennung (Art. 4 Nr. 14 DSGVO, Erwägungsgrund 51).
Am zuverlässigsten mit einem lokalen Werkzeug, das die Metadaten beim Export löscht – im selben Durchgang wie das Überdecken der Gesichter. Windows bringt im Datei-Explorer die Funktion „Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen“ mit (Rechtsklick, Eigenschaften, Reiter Details), die auf Wunsch eine bereinigte Kopie anlegt; eine offizielle Microsoft-Dokumentation dazu haben wir am 3. September 2026 nicht gefunden. Prüfen können Sie das Ergebnis deshalb im selben Reiter Details oder in einem EXIF-Betrachter.
Ja. Die GPS-Koordinaten sind eines der EXIF-Felder, sodass mit den EXIF-Metadaten auch der Standort verschwindet – zusammen mit Kamerahersteller, -modell, -seriennummer und Zeitstempeln. Es ist ein eigener Schritt neben dem Überdecken der Gesichter; Sie müssen beides tun.
Verlassen Sie sich nicht darauf; belastbare Herstellerangaben dazu haben wir am 3. September 2026 nicht gefunden. Vor allem ändert ein Upload nichts an den sichtbaren Gesichtern, und das unbereinigte Original haben Sie dann schon übertragen. Ist ein Foto sensibel, entfernen Sie die Metadaten selbst, bevor die Datei Ihren Rechner verlässt.
Ein Screenshot verwirft das EXIF der Originaldatei, weil er Pixel erfasst, statt die Datei zu kopieren; die neue Datei kann aber eigene Metadaten tragen. Es bleibt ein verlustbehafteter Notbehelf: Er mindert die Qualität und ändert nichts an den Gesichtern und Erkennungsmerkmalen, die im Bild sichtbar bleiben.
Ja – ein geeignetes lokales Werkzeug kann beides. Ein sensibles Foto zum Verpixeln oder EXIF-Entfernen in ein Online-Werkzeug zu laden ist das Gegenteil von Datenschutz. Occlira erledigt beides auf Ihrem eigenen Computer: Es erkennt und überdeckt Gesichter – für Veröffentlichungen mit einer deckenden Fläche – und entfernt die GPS-/EXIF-Metadaten, ohne das Original anzutasten und ohne etwas hochzuladen.
Machen Sie ein Gesicht richtig unkenntlich
Überdecken Sie Gesichter mit einer deckenden Fläche statt sie zu verpixeln und entfernen Sie die Metadaten – auf Ihrem eigenen Computer. 14 Tage kostenlos unter Windows und macOS (Apple Silicon).
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