Für Kanzleien

KI und Mandantenvertraulichkeit für Kanzleien

Veröffentlicht 3. Juli 2026 · Aktualisiert 17. Juli 2026 · Occlira-Team

Anwälte arbeiten mit genau den Daten, die nicht nach außen dringen dürfen: Mandantenidentitäten, Fallakten, Finanz- und Gesundheitsdaten. Mit Occlira kann Ihre Kanzlei Dokumente lokal anonymisieren, bevor Sie KI nutzen oder sie weitergeben, und die Originale anschließend wiederherstellen — so verlassen Mandantendaten nie den Rechner, dem Sie ohnehin bereits vertrauen. Diese Seite enthält allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

Kurz gesagt. Occlira entfernt Mandantenkennungen aus Word, PDF, Excel, E-Mail und Audio direkt auf Ihrem eigenen Rechner. Nutzen Sie die KI mit der anonymisierten Kopie oder geben Sie eine geschwärzte Fassung zur Offenlegung weiter — und stellen Sie anschließend die echten Werte lokal wieder her, sobald Sie das vollständige Dokument benötigen.

Die Pflicht hinter dem Werkzeug

Jede Anwaltskammer verpflichtet zur Verschwiegenheit, und KI setzt diese Pflicht unter Druck: Eine Sicherheitsanalyse ergab, dass rund 11 % dessen, was Mitarbeitende in ChatGPT einfügen, vertrauliche Daten sind. (Quelle: Cyberhaven.) Welche Pflichten Sie treffen, hängt von Ihrer Rechtsordnung ab — in den USA besagt die Formal Opinion 512 der ABA, dass die Eingabe von Mandanteninformationen in ein selbstlernendes Tool die informierte Einwilligung des Mandanten erfordern kann; in der EU sind Mandantenkennungen personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO, und die Verschwiegenheitspflichten treten noch hinzu. In allen Fällen ist die praktische Schutzmaßnahme, auf die Aufsichtsbehörden und Kammern zuerst verweisen, dieselbe: Geben Sie der KI nicht die Mandantendaten, die sie nicht benötigt.

Wo Occlira hilft

AufgabeWie Occlira hilft
ChatGPT / Claude in einem Mandat nutzenAnonymisieren Sie den Schriftsatz zuerst, lassen Sie die KI mit Platzhaltern arbeiten und stellen Sie die Namen anschließend lokal wieder her.
Gerichtseingaben & OffenlegungSchwärzen Sie personenbezogene Daten Dritter in einem geprüften, durchgängig einheitlichen Arbeitsschritt — und brennen Sie echte PDF-Schwärzungen ein, die sich nicht wieder herauskopieren lassen.
Auskunftsersuchen betroffener PersonenEntfernen Sie die personenbezogenen Daten Dritter, bevor Sie Unterlagen herausgeben.
Entwürfe mit Kollegen oder Mandanten teilenEntfernen Sie sensible Kennungen aus einer Arbeitskopie, bevor diese das Büro verlässt.
Interview- & GesprächsaufnahmenÜbertönen Sie Namen und Nummern lokal in Audiodateien mit einem Piepton, bevor Sie sie weitergeben.
Occlira markiert Mandantenkennungen — Namen, eine Organisation, Daten, eine Anschrift und eine Telefonnummer — in einem Schriftsatz zur Prüfung auf dem Gerät, damit ein Anwalt sie entfernen kann, bevor ein KI-Tool das Mandat zu sehen bekommt.
Occlira markiert Mandantenkennungen in einem Dokument auf dem Rechner, dem Sie ohnehin bereits vertrauen — so entfernen Sie sie, bevor irgendetwas ein KI-Tool erreicht.

Der vollständige Leitfaden für Anwälte

Die Occlira-Leitfäden für die juristische Arbeit — die Pflichten, die Risiken und die praktische Vorgehensweise:

Warum die Verarbeitung auf dem Gerät für die Vertraulichkeit entscheidend ist

Ein Cloud-Dienst zum Schwärzen oder Transkribieren bedeutet, privilegiertes Material an einen Dritten zu übergeben — also genau jene Offenlegung, die die Vertraulichkeit und womöglich das Anwaltsgeheimnis untergraben kann. Occlira belässt alles auf dem Rechner, dem Sie ohnehin vertrauen: kein Konto, kein Upload und standardmäßig keine Telemetrie. Auf der Seite zu Daten- & Datenschutzpraktiken können Sie genau nachlesen, was auf Ihrem Gerät verbleibt.

Manuelle Prüfung statt blinder Automatik

Die Erkennung kombiniert ein KI-Modell mit präzisen Musterregeln, doch jeder Fund wird Ihnen zur Auswahl vorgelegt: behalten oder schwärzen. So behält der Anwalt die Kontrolle über das Ergebnis — was zugleich bedeutet, dass Occlira ein Werkzeug ist, das Sie bei der Erfüllung Ihrer Pflichten unterstützt, und kein Ersatz für die juristische Beurteilung oder eine Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Unnötige Mandantenkennungen vor dem KI-Einsatz zu entfernen, ist eine praktische Schutzmaßnahme — aber noch nicht die vollständige Antwort. Ob Sie darüber hinaus die informierte Einwilligung des Mandanten benötigen, hängt vom jeweiligen Tool und vom Mandat ab (in den USA siehe ABA Formal Opinion 512). Mit Occlira anonymisieren Sie ein Dokument lokal, arbeiten mit einem KI-Tool an der anonymisierten Fassung und stellen die echten Werte auf Ihrem eigenen Rechner wieder her — so lassen sich Mandantenkennungen vollständig vom Tool fernhalten.

Das ist möglich — privilegiertes Material in ein öffentliches KI-Tool einzugeben, kann eine freiwillige Offenlegung gegenüber einem Dritten darstellen, und die US-Gerichte sind in dieser Frage uneins. Da die Rechtslage ungeklärt ist, besteht die sichere Vorgehensweise darin, privilegiertes Material aus öffentlicher KI herauszuhalten. Wir behandeln dies ausführlich in unserem Leitfaden zu Anwaltsgeheimnis und KI.

Nein. Erkennung, Anonymisierung und Wiederherstellung laufen sämtlich lokal unter Windows und macOS ab. Mandantendokumente und die darin enthaltenen personenbezogenen Daten werden zu keinem Zeitpunkt an uns oder einen Cloud-Dienst übertragen.

Ja. Sie können personenbezogene Daten Dritter vor der Weitergabe, der Offenlegung oder einer Auskunftserteilung schwärzen — und bei PDFs brennt Occlira echte Schwärzungen ein, die den zugrunde liegenden Text löschen, statt ihn lediglich zu überdecken.

Word, PDF, Excel, E-Mail und einfachen Text sowie Audioaufnahmen wie Interviews und Telefonate.

Nein. Die automatische Erkennung ist ein leistungsfähiger erster Durchgang, doch Sie prüfen und bestätigen jeden einzelnen Eintrag. Occlira ist ein Werkzeug, das Sie bei der Erfüllung Ihrer Verschwiegenheitspflichten unterstützt — es ist keine Rechtsberatung.

Testen Sie es an einem echten Mandat

14 Tage kostenlos unter Windows und macOS. Einmalige Lizenz, kein Abonnement. Führen Sie es kanzleiweit ein? Sehen Sie sich die Mehrplatz-Teamlizenzen an.

Weiterführend: § 203 StGB und KI · AVV mit OpenAI — reicht das? · Interview- & Gesprächsaudio schwärzen · Was ist PII? · lokale vs. Cloud-Schwärzung · wie Ihre Daten behandelt werden